Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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Strichelius wußte, daß das Grimmen von den verharſchten Blutegelwunden herrührte. Er begann alſo mit der Hand die empfindſamen Stellen ſo ſanft, wie möglich, zu frottiren. Hornickel'n that das gut, auch hielt er eine ziemliche Weile ſtille; da er jedoch in dem Wahne lebte, ſich im Beſitze ſeiner unverletz⸗ ten Flanelljacke zu befinden, gab er ſeine Mißbilli⸗ gung darüber zu erkennen, daß Strichelius mit der Hand darunter gefahren.

„Wenn Ihr Euch doch nicht in Dinge mengen wolltet, die Euch nichts angehen,“ ſprach er,„daß Ihr Euch immer von Eurer Voreiligkeit zu weit hinreißen laßt. Was habt Ihr mit der Hand un⸗ ter meiner Flanelljacke zu ſuchen? Oberhalb ſollt Ihr ſcharren, aber nicht drunter.“

Strichelius hielt es jetzt für am gerathenſten, Hornickel'n nicht länger in ſeinem Irrwahne zu laſſen

„Wir waren gezwungen,“ ſprach er,„um Euch in der ſchweren Krankheit die ſo nöthige Linderung zu verſchaffen, die Flanelljacke etwas zu lüften.“

Hornickel, dem aus bekannten Gründen nichts über die Unverletztheit ſeiner Flanelljacke ging, fuhr wie vom Donner erſchreckt empor.

„Ich bring' Euch ins Zuchthaus,“ rief er lei⸗ denſchaftlich,„ſo Ihr Euch an meiner Jacke ver⸗