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griff, um nöthigenfalls in die Mittheilung Ehregott's einen paſſenden Akkord einzuſchieben.
Die Lebensgeſchichte des armen Prediger⸗Sohnes war die einfachſte von der Welt. Bereits im Kna⸗ benalter hatte er ſeinen guten Vater verloren und war ſeine Erziehung der ſanften Mutter allein über⸗ laſſen geblieben. Ehregott war daher als ein ziemlich ſchwaches Bäumchen aufgewachſen, unfähig den Stür⸗
men des Lebens großen Widerſtand zu leiſten. Der
Beruf ſeines verſtorbenen Vaters ſollte auch der ſeine werden. Mit den beſten Schulzeugniſſen verſehen, hatte er die Univerſität bezogen, wo er zu den flei⸗ ßigſten und ſittſamſten ſeiner Kommilitonen gehörte, als der oben mitgetheilte Brief ſeinem fernern Stu⸗ dium ein unaufhaltſames Halt zurief.
Von Zeit zu Zeit hatte Fidelis während der einfachen Erzählung Ehregott's ſein Wohlgefallen durch Flötenzwiſchenſpiele zu erkennen gegeben; als jedoch der Erzähler auf den heutigen Unglückstag zu ſprechen kam und der Gewiſſenloſigkeit des Wucherers gedachte; entfuhr dem ſo ſanften Inſtrument ein ſo greller und markerſchütternder Pfiff, daß ſich Ehregott unwillkürlich mit beiden Händen nach den Ohren fuhr. Zugleich war Fidelis aufgeſprungen und eine Zornesflamme brannte auf ſeinem Antlitz.


