Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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herzhaft zugeſprochen! mahnte Fidelis, welcher be⸗ reits beim zweiten Glaſe ſtand.Doch jetzt fuhr er im milden Ernſt fortſchütte Dein Herz aus. Ich werde Dich ſpäter ebenfalls unterrichten, wer ich bin, was ich bin, warum ich hier bin und ſo weiter. Angeſtoßen, unſere neue Bekanntſchaft ſoll leben! Ein weicher Akkord auf der Flöte, auf welcher Fidelis Meiſter war und welches Inſtrument er ſtets bei ſich führte, begleitete dieſe Worte.

Dem ehrlichen Ehregott kam alles wie ein Traum vor. Soeben vom herbſten Mißgeſchicke niedergebeugt, fiel ihm mit einemmale, wie aus dem Himmel, ein Freund herab, der ihm mit jedem Worte lieber wurde und zu dem er ſich immer inniger hingezogen fühlte. Eine vertrauenerweckendere Erſcheinung als Fidelis konnte es auch nicht geben. Sein engelhaftes Herz ſtand in lesbaren Zügen auf ſeinem offnen gewin⸗ nenden Antlitz geſchrieben. Dazu geſellte ſich eine liebenswürdige Fröhlichkeit, die häufig in ausgelaſſene Schalkheit überging.

Alſo

Sag an Dein Sprüchlein,

Theil's uns mit! munterte er den treuen Freund auf, indem er deſſen Glas von neuem vollſchenkte und nach ſeiner Flöte