Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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Ehregott Friedberg.

Ehregott? ein ſchöner Name; ich heiße Fidelis. Aber Du biſt traurig. Wo fehlt es, kann ich helfen?

Ehregott, des Briefs ſeiner armen Mutter ge⸗ denkend, ſchüttelte traurig das Haupt.

Magſt mich für einen recht luftigen Paſſagier halten, lachte Fidelis,da Du vermeinſt, ich könne Dir zu gar nichts nützen Gedenke des Sprüchleins:

Du ſollſt das kleinſte Ding nicht verunehren,

Denn eine Nadel kann einen Schneider ernähren 10

Du Glücklicher, der Du ſo ſcherzen kannſt, ſeufzte Ehregott.

Alſo Du hältſt Dich in der That für unglück⸗ lich 2 erkundigte ſich Fidelis.

Leider muß ich es!

Du unglücklich? und beſitzeſt ein ſo ſchönes Gottvertrauen? Schäme Dich! Worin beſteht denn Dein Unglück?

Ich bin ſo ganz mittellos, ganz arm.

Du beſitzeſt ein ſolch freudiges Gottvertrauen, wie ich aus Deinem Gebete gehört habe, und nennſt Dich arm? Abermals: ſchäme Dich! Weißt Du nicht, daß, wenn man Gott im Herzen trägt, man reicher iſt als mancher, der über Millionen gebietet 2