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„Dem Herrn mußt du vertrauen, Wenn dir's ſoll wohlergehn;
Auf ihn nur mußt du ſchauen, Wenn dein Werk ſoll beſtehn; Mit Sorgen und mit Grämen Und ſelbſtgemachter Pein
Läßt Gott ſich doch nichts nehmen, Es muß erbeten ſein!“
Kaum hatte der fromme Beter dieſen Vers ge⸗ endet, als neue Flötenakkorde wie aus dem Himmel herabklangen. Zugleich rieſelten die Blätter einer jungen Roſe wie ein rother Frühling auf ſein Haupt her⸗ nieder. Dieſe ſo auffällige Einmiſchungen des Him⸗ mels ließen jetzt unſern Ehregott eine genauere Un⸗ terſuchung anſtellen, und ſo ſchaute er denn alsbald in ein paar große, blaue Augen, die durch die Blü⸗ ten in der Decke freudig herniederleuchteten. Ehre⸗ gott war mit einem Satze aus der Laube und ge⸗ wahrte einen ſchönen Jüngling mit himmelfreundli⸗ chem Antlitz, der in kecker Ingendluſt auf das Dach der Laube geſtiegen und hier, in Blüten gelagert, es ſich ſo bequem wie möglich machte. Sein Anzug beſtand in einem leichten, geſchmackvollen Reiſekleide und in der Hand hielt er eine Flöte. Reiche gol⸗ dene Locken umwogten zu beiden Seiten das herz⸗ gewinnende Antlitz.


