Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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Vormittag hat Dein zeitheriger Vormund Hornickel endlich die ſo lang erbetene Rechnung über die Ver⸗ waltung der kleinen Hinterlaſſenſchaft Deines guten ſeligen Vaters abgelegt und zwar auf eine Art, die mir das Blut in den Adern erſtarren macht. Wäh⸗ rend ich ſicher darauf rechnete von Hornickel noch ein paar hundert Thaler herauszubekommen, hat mir der gewiſſenloſe Mann auch alles zu Waſſer ge⸗ macht. Seine Gegenrechnung, die er einſt vor Gott verantworten möge, iſt ſo himmelſchreiend, daß ſie bis auf die wenigen Thaler, die ich beilege, das erhoffte Kapitälchen auch gänzlich verſchlingt. Ach, mein Sohn, wegen mir iſt es ja nicht, ich will gern mit dem mich behelfen, was meiner Hände Arbeit abwirft, aber daß Dein Studium nun unterbrochen werden muß, das bricht mir das Herz. Hätte mich der gottloſe Mann wenigſtens zu jener Zeit, wo Du die Univerſität bezogſt, es ahnen laſſen, daß wir nichts mehr zu verhoffen, ſo konnteſt Du einen an⸗ dern Beruf erwählen aber jetzt Dein gewiſ⸗ ſenloſer Vormund führt in ſeiner Gegenrechnung ei⸗ nige Geldpoſten auf, die er unſerm ſeligen Vater will vorgeſtreckt haben. Ich kann das nimmer glauben, weil der Selige mir dann gewiß davon geſagt hätte. Auch viel andere Punkte in der Rechnung kommen