— 6d— gen, Ihre perſönliche Bekanntſchaft gemacht zu haben, mein Freund, die Annehmlichkeiten der Reiſe und die Reize der hieſigen umgegend jetzt gar nicht mitgerechnet; denn in der That, die unvergleichliche Schönheit der einen Dame nimmt mir vor der Hand den Kopf ganz ein.“
„Uund welche von den beiden Huldinnen hat denn das große Glück, in ſo ungeheurer Eile das Herz eines ſo ſehr hoffnungsvollen jungen Mannes gewonnen zu haben?“ fragte Reinecke nicht ohne irvniſche Betonung.
„Die zur Rechten war die Sonne, die Andre nur ein Stern. Ich beſchiöre Sie, Freund, kennen Sie die Schöne?“
„Sie ſind noch kein Diplomat!“ warnte Rei⸗ necke mit verbiſſenem Aerger.„Viel zu ſtürmiſch!
Viel zu offen! Laſſen gleich Alles errathen. Ich
werde meine Lektionen gleich dieſen Morgen mit Ihnen anfangen müſſen. Nicht in den Geſchäfts⸗ Angelegenheiten allein muß der Diplomat Diplo⸗ mat ſehn; nein, in allen Angelegenheiten des Lebens; denn das ganze Leben mit all' ſeinen Kreiſen und Feldern gehört ſeiner Wirkſamkeit


