„Erfuhren Sie nichts über ſeine Heimkehr? denn es wird Ihnen durch Ihren Herrn Vater be⸗ kannt ſehn, daß wir beide beſtimmt ſind, den Herzog bei ſeiner Rückkehr aus Karlsbad in ſei⸗ ner Reſidenz zu empfangen, und daß dies der Grund iſt, weshalb gerade L. zum Orte unſres Zuſammentreffens gewählt wurde.“
„Ich weiß Alles,“ verſetzte Müllersdorf. „Doch, Liebſter, ich dächte, für den Anfang hät⸗ ten wir über unſre geheimen Angelegenheiten ge⸗ nug geplaudert; ich ſehne mich, den ſchönen Bade⸗ ort zu durchwandern und auch von andern Din⸗ gen mit Ihnen zu ſprechen. Begleiten Sie mich⸗“
„Mit Vergnügen!“
Während Reinecke mit Ankleiden beſchäftigt war, blickte Müllersdorf auf den immer leben⸗ diger werdenden Platz vor dem Hauſe und er⸗ götzte ſich an der Friſche der Bergluft, die mor⸗ gentlich kühl ihm entgegen wogte. Da bemerkte er zwei Damen, die eben den rechten Bogengang um die Fontaine herauf kamen, und auf das Badehaus zuſchritten. Ihr ſehr gewählter, faſt koſtbarer Morgenanzug hielt zuerſt ſeine Blicke


