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behalten haben, aber— wunderbar, es hat ihnen ſo gut wie nichts geſchadet. Dies iſt die Fürſorge ihrer Engel.
Da begab ſich's eines Tages, daß im Himmel ein großes Feſt gefeiert wurde. Der fürſorgende Engel eines zarten Kindleins konnte der Verſuchung nicht widerſtehen, dieſem Feſte beizuwohnen. Er dachte, auf die wenigen Stunden wird's ja nicht an⸗ kommen, die Wärterin iſt ja eine ſorgſame Frau und wird das Kindlein wohl behüten. Aber was iſt alle menſchliche Wachſamkeit und Fürſorge, ſobald kein Engel wacht.
Wo kein Engel wacht Iſt groß des Teufels Macht.
So auch hier; trotz aller Vorſicht von Mutter und Wärterin that das Kindlein einen ſo ſchweren Fall, daß man es für todt nach ſeinem Bettlein tragen mußte. Der herbeigerufene Arzt erklärte zwar, daß noch Leben vorhanden ſei, ob er aber werde das Kind zu erhalten vermögen, das könne er mit Beſtimmtheit nicht behaupten. Bei ſich aber dachte er, wenn es mir auch gelingt, das Leben zu retten, wird das unglückliche Weſen doch zeitlebens ein Krüppel bleiben.
Kaum aber hatte der fürſorgende Engel von dem ſchweren Unglück ſeines Pflegbefohlenen vernommen, als er zu ſeinem himmliſchen Vater eilte und zu ſeiner Sühne knieend um die Gnade bat, Menſchen⸗ geſtalt annehmen und die Pflege des unglücklichen Kindes übernehmen zu dürfen. Da der Herr in das unſäglich betrübte Herz des bittenden Engels ſchante, hatte er Erbarmen und gewährte die Bitte.
Bereits am andern Morgen, als die arme Mutter troſtlos am Bettlein ihres Lieblings ſaß, der Arzt hatte ſpeben mit beſorgter Miene das Zimmer ver⸗


