die Thür. Herr Tobias Klotz war nicht furchtſam; aber eines kleinen Schauers vermochte er ſich nicht zu erwehren. Das Klopfen klang ſo unheimlich.
Es klopfte noch einmal. Jetzt preßte der Herr Bürgermeiſter ein„herein!“ heraus, indem er ſich zugleich in die lichtern Regionen des Fenſters zurück⸗ zog. Die Thür that ſich auf und Herr Nimrod trat herein, deſſen Bekanntſchaft wir bereits gemacht haben.
„Ein ſchönes Compliment vom Herrn Landrichter zu Zippelskirchen,“ begann der Eingetretene ohne große Complimente,„und er läßt beſtens danken, es habe ſeine Richtigkeit.“
Tobias Klotz athmete neu auf, als er dieſen ſpeciellen Gruß vernahm. Er trat einen Schritt näher.
„Mit wem habe ich das Vergnügen—2“
„Ich bin der Oberfrohn von Zippelskirchen, als meine Legitimation diene hier Lerchens Mütze, die ich dem Verbrecher ſelbſt abgenommen, als ich ihn krumm ſchließen ließ.“
Der Bürgermeiſter von Hammelswalde, welcher die Mütze erkannte, erhielt ſeine vollkommne Geiſtes⸗ gegenwart wieder.
„So hat ſich mein ſcharfer Blick doch nicht ge⸗ täuſcht?“
„Nein, der Blick des Herrn Bürgermeiſters hat ſich nicht getäuſcht. Das ganze Landgericht bewundert den Scharfſinn Ew. Wohlliebden.“
„Und die dreißig Thaler—2“
„Folgen Morgen mit Expreſſen. Bis ſie an⸗ langen, ſoll ich dem Herrn Bürgermeiſter mit meiner eignen Perſon Caution leiſten. Außerdem habe ich Ordre, ſo lange mich Ew. Wohledeln zur Dispoſi⸗ tion zu ſtellen, bis Lerche's Poſten anderweit be⸗ ſetzt iſt.“


