Teil eines Werkes 
4. Supplement-Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : 3. Theil (1864)
Entstehung
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Dies geht doch nicht, ſprach er tief beſchämt.

Und wenn Ihr mein Hemde verlangtet, theuerſter Freund, ſchwur Nimrod,wer mein Herz hat, hat auch mein Hemde, warum nicht die Mütze?

Nach vielfachem Widerſtreben von Seiten Ler⸗ chens, das ſeinem Zartgefühle zu nicht geringem guhme gereichte, ward der Mützentauſch getroffen. Nochmaliges Embraſſement. Ewiger Freundſchafts⸗ ſchwur. Nimrod verſchwand im Gebüſch und Lerche wanderte, die Nemoursmütze unternehmend auf's Haupt gedrückt, gen Zippelkirchen.

Nach ſechsſtündigem Nachdenken war der Bürger⸗ meiſter von Hammelswalde zu der Ueberzeugung ge⸗ langt, daß er ein faux pas gemacht habe. Er hätte Lerchen nicht ſo über Hals und Kopf ſeitut Richter überlaſſen ſollen. Wenigſtens ſollte er den Frohn ſo lange behalten, bis ſeine Stelle beſetzt war. Lerche war zugleich Bedienter des Herrn Bürgermeiſters, überhaupt deſſen rechte Hand. Es fehlte dem Tobias Klotz an allen Ecken.

Daß mich der Dienſteifer ſo hinreißen mußte, rief er für ſich, indem er nach einem Schlüſſel ſuchte und ihn nicht finden konnte.

Die Se brach bereits herein und er⸗ weckte neue Beſorgniſſe im Gemüth des Herrn Bürgermeiſters. Ohne einen Hüter in ſeinen vier Pfählen zu wiſſen, getraute er ſich nicht einmal auf's Schießhaus, in die gewohnte Abendgeſellſchaft. Das kam ihm ſchwer an.

Während er noch mit ſich im Kampfe lag, ob er ausgehen oder zu Hauſe bleiben ſollte, pochte es an