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vor und nahm ohne weitere Umſtände neben Lerchen Platz. Ein Wort gab das andere. Nimrod ſprach wie gedruckt. Man ward bald vertraut mit einander.
Lerche, gutmüthig und ohne Arg, hielt nicht lange hinter dem Berge und theilte dem neuen Bekannten alsbald den Zweck ſeiner Miſſion mit, was Nim⸗ roden ziemlich ſpaßhaft vorkommen mochte, denn er lachte unterſchiedliche Male laut auf. Zugleich nahm er Gelegenheit, nähere Erkundigungen über die häus⸗ lichen Verhältniſſe des geiſtreichen Bürgermeiſters von Hammelswalde einzuziehen. Mit wahrhafter Zufrie⸗ denheit ſchien er zu vernehmen, daß Tobias Klotz nicht unwohlhabend, daß er aber ſehr geizig ſei und die erſparten Goldſtücke nicht ausleihe, ſondern in ſeinem Schlafzimmer in einem alten eiſernen Topfe verwahre. Lerche mußte noch viel erzählen. Nimrod konnte gar nicht ſatt werden. Endlich dachte Lerche an Aufbruch. Nimrod war ordentlich ergriffen. Er umarmte den gutmüthigen Lerche wiederholt und ſchwur, ſie müßten Freunde werden. Lerche fand ſich äußerſt geſchmeichelt durch dieſe Freundſchaft.
„Aber bevor wir ſcheiden,“ ſprach Nimrod,„müſſen
wir, damit Jeder ein Andenken von dem Andern'
habe, Ringe wechſeln.“
„Ich trage keine Ringe, geſtand Lerche, als ich mit meiner Frau copulirt wurde, gaben wir uns preußiſche Achtgroſchenſtücke, ſtatt der Ringe.“
„Dies iſt Jammerſchade,“ verſetzte Nimrod,„indeß kommt mir ein delicater Gedanke.“ Sein Blick fiel hierbei auf Lerchens abgetragene Deckelmütze.— V tauſchen unſere Mützen!“
Lerche erſtarrte ob ſolcher uneigennütziger Freund⸗ ſchaft. Er wagte kaum den Blick zu erheben zu Nimrods ſtattlicher Nemoursmütze.


