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mehr im kleinen häuslichen Kreiſe ſuchen als anderwärts. Ich habe deßhalb ſchon manchen Spott ertragen müſſen; aber ich laſſe dieſe Leute und ſtreite nicht mit ihnen. Ich denke, wenn ſie in un⸗ ſer Inneres ſchauen könnten, würden ſie nicht ſpotten, vielmehr uns beneiden.“
Emanuel ſtimmte auch hier vollkommen bei. Dann bat er, daß die Kinder doch das Chriſtlied mit den ſchönen Schlußverſen, welches ſie beim Be⸗ ginn der Beſcheerung geſungen, noch einmal anſtim⸗ men möchten. Seinem Wunſche ward ſofort entſpro⸗ chen. Auf des Vaters Anſprache ließen die Kinder Alles ſtehen und liegen, ſtellten ſich im Halbkreis um den Chriſtbaum und ſangen mit gefalteten Händen und ſanften Stimmen, bis wieder der Schlußvers lautete:
Laß leuchten deine Lichtelein
Auf deinen Chriſtbaum nicht allein, Mach', daß der liebe goldne Schein Auch fällt in unſer Herz herein; Wohnt in dem Herzen erſt dein Licht, Vergißt es dich auf ewig nicht.
Kaum war der letzte Klang verhallt, als ein Klopfen an der Hausthür deutlich vernehmbar ward. Alle ſchauten einander verwundert und fragend an, wer wohl ſo ſpät noch Einlaß begehre? Vater Liebethal aber ging hinaus, kehrte gleich darauf mit Emanuels Briefe zurück, den er ſofort erbrach und durchlas. Aber kaum war er damit zu Ende, als er ſich unbemerkt eine Thräne aus dem Auge drückte und zu den Seinen gewendet, die erwartungsvoll auf⸗ ſchauten, was wohl in dem Briefe ſtehen möge, ſprach er:„Tretet Alle um mich her, liebe Kinder, ich
will Euch Etwas vorleſen, damit ihr einſehen lernt,


