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Wie zahlreiche Gaben! Und wenn man ihren Werth zuſammenberechnete, erreichte derſelbe wohl nicht eine einzige der Gaben, wie ſie unter dem Chriſtbaume des Bankiers lagen. Es waren meiſt ſelbſtverfertigte Arbeiten, die mühſame Frucht langer mühevoller Stunden, ſo wie die Erſparniſſe vieler Monate. Aber die Liebe, mit der hier gegeben ward, das ſtete dankbare Anſchauen zu Dem, der dem ſchönen Feſte den Namen gegeben, das war es, was dieſe ſo einfachen Gaben der Armuth reich übergoldete.
Endlich rückte auch Emanuel mit ſeinem heiligen Chriſte heraus. Es war zu dem, was er unter die früheren Chriſtbäume gelegt, außerordentlich beſcheiden, und beſtand nur aus fünf Pfefferkuchen, wovon die größern Kinder die größeren, die Kleineren die klei⸗ neren bekamen. Aber mit welch aufrichtiger Freude, mit wie innigem Danke wurde ſelbſt dieſe Gabe auf⸗ genommen! Wie viele dankbare Sehn hatte der Geber auszuhalten. Meiſter Liebethal glaubte ſich für ſeine Perſon ordentlich entſchuldigen zu müſſen, daß er i i i Gaben— zu reich und über ſeine Kräfte beſcheert habe.
„Es iſt nur einmal heiliger Chriſt im Jahre,“ ſprach er zu Emanuel,„und wie hart die Zeiten, den Herr Chriſtus müſſen wir immer in Ehren halten. Die ſchönſte Chriſtfreude hat uns freilich der liebe Gott ſelbſt gemacht, indem er mein gutes Weib von ihrer ſchweren Krankheit geneſen ließ und die bereits halb dem Tode Verfallene mir und meinen Kindern wiedergab. Ach, wenn der hochgeehrteſte Herr Graf in mein Herz ſehen könnte, wie das ſo dankbar klopft, daß der liebe Gott uns unſere Mutter wie⸗ der geſchenkt hat.“


