Teil eines Werkes 
4. Supplement-Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : 3. Theil (1864)
Entstehung
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zu entziehen, elten bei mir Gottlob nicht. Da bin ich unerbittlich.

Als S ſchweigend das Haupt neigte, hielt es Musmann für Beiſtimmung und Anerkennung und ging noch mehr mit der Sprache heraus.

Und ſehen Sie, mein ho chverehrteſter Herr Graf, fuhr der froume Mann fort,die Gnade unſeres Herrn und Heilands läßt die Seinen auch nicht zu Schanden werden. Ich will es nur ge⸗ ſtehen, ich hätte heuer nicht ſo reichlich beſcheeren können, wenn mich der liebe Herrgott bei einer kleinen Speculation nicht recht auffällig unterſtützt hätte. Es ſind keine vier Wochen her, ich kaufte Leipzig-Dresdner zu hundertzwölf, da gehen keine zehn Tage ins Land und ſie ſtehen zweihundert. Iſt hier die Gnade des Herrn an einem der Seinen nicht recht auffällig ſichtbar? Ja er läßt die Seinen trotz der böſen Welt nicht zu Schanden werden.

Bei dieſen Worten neeh Musmann fromm die Augen und ſchien ein Gebet zu murmeln.

Da war denn das Maß der Geduld bei Emanuel voll zum Ueberlaufen, und es lief über. Ein heiliger Zorn überflammte ſein Antlitz.

Wie können Sie, Herr Miniſterialſekretair, ſprach er,den heiligen Namen Gottes alſo miß⸗ brauchen, daß Sie ihn mit Ihren nichtswürdigen Geld⸗ und Börſenſpeculationen auch nur entfernt in Verbindung ietn Wiſſen Sie nicht, daß es weit eher der Teufel geweſen iſt, der Sie zu dem unſeligen Börſenſpiele verlockt hat? Gott ſicher nicht. Wenn ein Mann, der ohnehin wohlhabend⸗ iterdite ein ſchönes Einkommen hat, wie Sie, ſich aus ſchnöder Gewinnſucht auf das ſchlüpfrige Feld des Papierſchwindels begiebt, dieſer laſſe wenigſtens bei