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mehrerer politiſcher und Liebesintriguen den Haß einer deutſchen Regierung auf ſich gezogen, und da ſie ſich dabei zugleich mehrere ſchwere Vergehen hatte zu Schul⸗ den kommen laſſen, ſogar mit Steckbriefen verfolgt wurde.“
„Dergleichen Subjecte mögen immerhin nach Ame⸗ rika überfahren,“ meinte Severin;„an ihnen verliert die alte Welt nichts.“
Man war indeß dem Gute Lindenthal immer näher gekommen. Schon leuchteten ſeine Lichter aus der Ferne. Plötzlich blieb Severin ſtehen und ſchien in der Dun⸗ kelheit etwas Befremdendes zu erblicken.
Wirklich ſtrich in demſelben Augenblicke auch eine graue Geſtalt in einiger Entfernung über den Weg, war aber ſogleich in der Nacht verſchwunden.
„Was fällt Dir auf?“ frug Ottokar.
„Das war gewiß wieder jenes räthſelhafte Weſen,“ ſprach Severin,„das ſeit ungefähr einem Jahre, wie ein böſer Geiſt, Lindenthal umſchleicht, ohne daß man deſſelben habhaft werden kann.“
Auf Ottokar's näheres Befragen erzählte Severin von dem Raubanfalle, welchen vor einem Jahre der längſt todtgeglaubte Doctor Stephani gegen Veronika unternommen, und daß der unheimliche Menſch ſich ſeit jener Zeit zu verſchiedenen Malen in der Nähe des Gu⸗ tes habe blicken laſſen.
„Die Angſt vor dem Böſewicht,“ fuhr der Erzähler fort,„hat ſich der beiden Schweſtern dermaßen bemäch⸗ tigt, daß ſie ſich ohne männliche Begleitung keine zwei⸗ hundert Schritte ins Freie wagen, und mir ſelbſt hat dieſes verdächtige Weſen und Treiben die ganze Gegend verleidet.“
Ottokar ſchüttelte ungläubig den Kopf, und man erreichte wohlbehalten Lindenthal. Kaum aber war men
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