Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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einmal finden wird. Wohnt in ſeinem Herzen nicht auch die glühendſte Liebe, eine Liebe, welche die ganze Menſchheit an ihr klopfendes Herz drückt, und die ſich gleichwohl höchſt unglücklich fühlt. Darum will ich auch ferner ihm zur Seite ſtehen, bis ihm der Stern des Friedens und der Freude aufgeht.

Der Abend ward dunkler, in der Ferne wurden die Lichter eines kleinen Leuchtthurms angeſteckt; kalt ſtrich der Wind über das Meer und das Murmeln der Wellen, die ſich am Ufer brachen, wurde vernehm⸗ barer.

Ich glaube, wir bekommen Sturm, ſprach Ot⸗ tokar;ſchon vorhin flatterten ein Paar Sturmvögel über die Küſte.

So iſt Zeit, daß wir aufbrechen, erwiderte Se⸗ verin,bei Unwetter iſt kein guter Aufenthalt am Strande; zu dem werden unſere Lieben uns erwarten in Lindenthal.

Die beiden Freunde traten den Heimweg an. Ein unheimliches Brauſen wehte vom Meere daher.

Da muß ich Dir noch ein bemerkenswerthes Bei⸗ ſpiel erzählen, ſprach Ottokar, während er neben Se⸗ verin dahin ſchritt,wie wunderbar die Wege des Schickſals ſind. Als ich vor wenig Tagen zu Ham⸗ burg auf dem Schiffsbüreau für Guido und Andreas das Ueberfahrtsgeld bezahlte, ſtand neben mir eine ziemlich elegant gekleidete Dame, welche ebenfalls um einen Platz nach New⸗York handelte. Sie wandte ſich einmal mit dem Geſicht nach mir; aber wer beſchreibt mein Erſtaunen, als ich in ihr Frau Adele von Mont⸗ fort wieder erkannte. Als ſie mich erſchaute, ließ ſie ſchnell den Schleier herabfallen, und ich fühlte ebenfalls keinen Beruf, ein Geſpräch mit ihr anzuknüpfen. Spä⸗ ter erkundigte ich mich und erfuhr, daß ſie, in Folge

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