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feinen Beiſtand geleiſtet, und dreifaches Wehe ſchleu⸗
derte er auf das Land, das, nach ſeiner Meinung, nur von dreißig Millionen Sclaven bewohnt werde. Nach⸗ dem ich ihn mit genauer Noth den Nachſtellungen der deutſchen Polizeibehörden entriſſen, erreichten wir glück⸗ lich Hamburg. Ich ſelbſt miethete einen Platz bei einem ſicheren Schiffsherrn. Der ehrliche Andreas, dem er wiederholt die Errettung ſeines Lebens verdankt, be⸗ gleitet meinen Bruder, und falls das Wetter günſtig, muß er ſich jetzt ſchon auf dem Wege nach ſeiner neuen Heimath befinden.“
„Arme Veronika,“ ſprach Severin nicht ohne innige Wehmuth.
Nach einer Pauſe fuhr er ſinnend fort:
„Wie ſonderbar iſt das Geſchick; während Guido, das Herz voll Zorn gegen ſein Vaterland, einen Fluch auf der Lippe, die Küſten deſſelben verſchwinden ſieht, ſchlägt in eben dieſem Lande ein Herz für ihn ſo reich, ſo unendlich reich an Liebe, an einer Liebe, wie ſie ihm in der neuen Welt, und wäre dieſe noch ſo groß, nim⸗ mer werden kann.“
Ottokar wandte ſchweigend das Haupt abwärts, und auf das immer dunkler werdende Meer hinausblickend ſpräch er nach einiger Zeit:
„Hoffen wir, daß er glücklich landet in der neuen Heimath; bald folge ich ihm.“
„Wie,“ frug Severin erſchrocken,„Du wollteſt uns wieder verlaſſen?“
„Nur um Dich, gute, treue Seele, und um Vero⸗ nika und Rafaele noch einmal zu ſehen,“ antwortete Ottokar,„bin ich nach Lindenthal gekommen; ſonſt würde ich mit Guido gleichfalls der alten Welt Lebewohl ge⸗ ſagt haben.“
„Mein guter Ottokar,“ ſprach bittend Severin,
Stolle, Schriften, Supplem. UI. 12
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