Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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Seit uralten Zeiten geht eine Sage durch das Land Polen, daß es einſt ein Rybinski ſein werde, welcher vor der endlichen glorreichen Auferſtehung des Vaterlandes berufen iſt, die Trümmer der polniſchen Armee auf fremden Boden zu führen.

Elftes Rayitel.

E⸗ war an einem ſtillen Sommerabende des nächſten Jahres, als auf einem Felſenvorſprunge, der in die

Oſtſee hinausragte, zwei junge Männer ſaßen, in An⸗

ſchauung der grünen Waſſerwüſte verſunken. Die Sonne ſtand noch eine Handbreit über dem Waſſer und warf rothe Streifen über die ſtille Fläche. Nirgends, ſo weit der Blick reichte, war ein Eiland zu erblicken, und nur ganz am äußerſten Horizonte zog einſam ein weißes Segel dahin.

Nach langer Pauſe ſprach der Eine, träumeriſch vor ſich hinblickend, die ſchönen Worte eines deutſchen Dichters:

Am blaſſen Meeresſtrande

Sis' ich gedanken⸗bekümmert und einſam. Die Sonne neigt ſich tiefer und wirft Glührothe Strahlen auf das Waſſer. Und die weißen, weiten Wellen,

Von der Flutb gedrängt,

Schäumen und rauſchen näher und näher

Ein ſeltſam Geräuſch, ein Flüſtern und Pfeifen,

Ein Lachen und Murmeln, Seufzen und Sauſen,

Dazwiſchen ein Wiegenliesheimliches Singen

Mir iſt, als hör' ich verſcholl'ne Sagen,

Uralte, liebliche Märchen,

Die ich einſt als Knabe

Von Nachbars Kindern vernahm, Wenn wir am Sommerabend 8 Auf den Treppenſteinen der Hausthür,