174
uns nichts übrig, als unſere Ehre durch Verwerfung derſelben zu retten;— über die Gränze in die Staa⸗ ten Seiner Majeſtät des Königs von Preußen zu geben und dort ein Aſyl zu ſuchen. In unſrer gegenwärti⸗ gen Lage würde ein verlängerter Kampf nur großes Unheil für unſer Vaterland nach ſich ziehen.“
„Wir werden die Waffen niederlegen, welche wir in der geheiligten Sache der Unabhängigkeit und Unver⸗ letzlichkeit unſeres Vaterlandes ergriffen, indem wir ge⸗ gen die Gewaltthätigkeiten und Mißbräuche, deren Opfer wir ſind, proteſtiren, bis Europa, unter deſſen Schutz wir uns ſtellen, ſich entſcheidend über unſer und unſers Landes Schickſal ausſpricht.“
„Wenn dann unſere Bitten nicht gehört werden, wenn uns die Gerechtigkeit verweigert wird, wenn die Fürſten uns verwerfen,— dann wird ein Gott im Himmel uns rächen, und der Stein, welcher das Grab Polens ſchließt, wird die Unabhängigkeit der Nationen begraben, die bei unſern Mißgeſchicken gleichgültig bleiben.“
„Unſer Blut, vergoſſen in zahlreichen Schlachten, die Ausdauer und die Vaterlandsliebe, die wir gegeben, werden ein Gegenſtand der Bewunderung und Nachah⸗ mung für Mit⸗ und Nachwelt ſein“
„Soldaten! laßt uns gehen! Wir wollen Alles opfern, nur unſere Ehre nicht, die keine Macht uns je berauben kann; und wir wollen den Tod mit Ruhe und dem reinen Gewiſſen erwarten, welcher die Ueber⸗ zeugung gewährt, daß wir uns um unſer Vaterland verdient gemacht haben.“


