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ten Actes der Welttragödie tief ergriffen, die polniſchen, ſtumm daher ſchreitenden Helden mit dem Klange ihrer Nationallieder begrüßten, fühlten dieſe nur die ernſte Beruhigung, daß ſie noch zuletzt die Ehre der Nation gerettet und den ewig unverjährbaren Rechten ihres Vaterlandes nichts vergeben hatten. Aber als die Infanterie, Cavallerie und Artillerie, ihre Gewehre hinſtellen, ihre Schwerter abgürten, von den Pferden ſteigen mußten und das letzte Commandowort an ihr Ohr tönte— da überließen ſie ſich dem lauteſten ver⸗ zweiflungsvollſten Schmerze.
Weinend umarmen die Reiter ihre Roſſe, die treuen Gefährten ihrer Märſche, Nachtwachen und Ta⸗ gesgefahren. Viele werfen ſich auf die Erde Schluch⸗ zen, Stöhnen und Aechzen durchſchneidet die Luft und zerreißt das Ohr des Hörers und erweicht das ver⸗ trocknetſte Herz zum Erbarmen, daß das ſo rieſenhaft und ſo glorreiche Begonnene alſo hatte enden müſſen. Ganz' Europa wendete mit Trauer auf dieſe Stelle den Blick. Während die Nachricht von dem Falle War⸗ ſchau's wie ein lauter und erſchütternder Donnerſchlag durch den ganzen Welttheil rollte und die Wogen des Weltmeers ſie brauſend an die Küſten des andern Welt⸗ theils getragen und lautes Schmerzgeſchrei der Freunde, lauter Jubel der Feinde der Freiheit wiederhallte— verſtummte in tiefer Wehmuth hierherblickend Alles, und ſelbſt der eigennützigſte Gegner ehrte ernſt und tief ergriffen den blutenden Schmerz der Trauernden.
Der letzte Tagesbefehl des polniſchen Oberfeldherrn, des General Rybinski, aber lautete, wie folgt:
„Soldaten!
Der entſcheidende Augenblick iſt gekommen. Der Feind hat uns erniedrigende Bedingungen vorgelegt, die der Würde der Natlon zuwider ſind. Es bleibt


