Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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ben. Der Oberfeldherr der Polen nimmt die geſchrie⸗ benen Ordres zurück. Die Hände auf dem Rücken geht er ſinnend im Zimmer auf und ab. Minute für Mi⸗ nute der ſo koſtbaren und verhängnißvollen Zeit, ja eine halbe Stunde nach der andern verrinnt da zer⸗ reißt Skrzynecki die geſchriebenen Befehle. Pradzinski ſtürzt todtenbleich ins Zimmer. Zorn und Schmerz haben ſein geiſtreiches, ausdrucksvolles Geſicht entſtellt. Ein heftiger Auftritt erfolgt. Thränen ſtürzen aus den Augen des General⸗Quartiermeiſters; er fällt nie⸗ der vor Skrzynecki und mit aufgehobenen Händen fleht er um Befehle für den Angriff. Mit hinreißender Be⸗ redtſamkeit ſetzt er dem Oberfeldherrn die unermeßlichen Vortheile auseinander. Der Sieg iſt gewiß; die Elite der ruſſiſchen Macht befindet ſich in den Händen der Polen; es bedarf eines Wortes von Seiten Skrzynecki's und jene erleſenen Truppen ſind vernichtet, die Re⸗ ſultate des Siegs unermeßlich; aber der ſchwarze Genius, der den Geiſt des polniſchen Oberfeldherrn unflort hat, iſt nicht zu bannen Der Generaliſſimus beharrt bei ſeinem Vorſatze, ſo verſtreicht die Zeit und mit ihr rollt das dunkle Rad des Verhängniſſes ein heldenmüthiges Volk zum dritten Male ins Verderben. Alle Geſchichtſchreiber geſtehen unverholen, daß Skrzy⸗ necki für dieſen Tag dem jetzigen Jahrhundert, wie al⸗ len künftigen Geſchlechtern verantwortlich bleibt.

Durch die Unentſchloſſenheit des polniſchen Generals gewannen die Garden Zeit, ſich aus ihrer verderben⸗ vollen Lage zurückzuziehen. Skrzynecki folgte; aber das Reſultat des großen, kühn ausgeſonnenen und durch Verblendung eines Einzigen verwahrloſten Un⸗ ternehmens, war die materielle Ausbeute von ſieben⸗ hundert Gefangenen von der Garde.

Faſt ganz erſchöpft von dem nutzloſen, endloſen Stolle, Schriften. Supplem. IMI. 2