Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Uebermacht nicht zu ſchlagen vermöchte, wenn er nur Tauſende von Leuten verlöre, ohne ſeinen Zweck zu er⸗ reichen und bei der Annäherung von Diebitſch nach Warſchau zurück müßte!

In der Nacht von dem ſiebzehnten auf den acht⸗ zehnten offenbarte ſich des Generaliſſimus Unentſchloſſen⸗ heit ſchon weit entſcheidender. Das ganze ruſſiſche Gardecorps, zwanzigtauſend Mann ſtark, ſtand vor ihm und konnte am andern Morgen einer Schlacht nicht mehr ausweichen. Skrzynecki ſchwankte. Der General⸗ Quartiermeiſter, ſeinen ganzen ſchönen Plan in Gefahr ſehend, drang auf das Inſtändigſte in ihn, die Befehle zum Angriff auf morgen zu geben. Der Generaliſſimus erwiderte ihm endlich beſtimmt, er habe noch keine Nachricht, ob er durch das Corps von Lubienski auch gegen Diebitſch hinlänglich geſichert ſei. Ferner ſtehe in ſeinem Rücken noch Sacken mit ſieben Tauſend in Oſtrolenka. Würde er geſchlagen, ſo könne ihm dieſer den größten Schaden zufügen und ihn am Rückzuge hindern. Alle Einwendungen von Seiten des General⸗ Quartiermeiſters blieben fruchtlos.

Am folgenden Tage traf endlich die ſichere Nachricht ein, daß von Seiten des Marſchalls Diebitſch nichts zu befürchten und der General Sacken unſchädlich gemacht worden ſei. Die ruſſiſchen Garden ſtanden noch in derſelben Stellung. Jetzt war der letzte günſtige Au⸗ genblick erſchienen, den großen entſcheidenden Schlag auszuführen. Schon hat der dienſtthuende Adjutant Skrzynecki's deſſen ſchriftliche Befehle an die verſchiede⸗ nen Corpscommandanten in den Händen. Sie endigten ſich ſämmtlich mit den Worten:Ich hoffe, daß in ſol⸗ cher entſcheidenden Schlacht alle Truppen ihre Schul⸗ digkeit thun werden. Der Adjutant will ſich entfer⸗ nen. Da winkt ihm Skrzynecki. Er muß noch blei⸗