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„die Unglücklichen, daß ſie hier wären; anſtatt ihr blühendes Leben in Kerkernacht zu vertrauern. Ich wünſchte, alle deutſche freiheitliebende Jünglinge wären hier an der Weichſel verſammelt. Dieſe erleſene Helden⸗ ſchaar wär' allein hinreichend, Polens Unabhängigkeit zu ſichern; ſo verkümmern ſie im Vaterlande, für wel⸗ ches die Sonne der Freiheit auf Jahrhunderte erloſchen iſt, wenn Polen nicht frei wird.“
„Aber, geehrter Herr Graf,“ frug Severin,„was placken Sie ſich denn mit proſaiſcher Schanzarbeit? Sie ſind ſo ein tüchtiger Haudegen; warum nicht bei der Armee; Schaufel und Spaten find doch keine ritter⸗ lichen Waffen?“
„Es iſt des Beiſpiels halber„entgegnete Guido, „Niemand ſoll ſich einer Arbeit ſchämen, ſo ſie nur dem Vaterlande zu Nutz und Frommen gereicht. Erſt in einigen Tagen bin ich zur polniſchen Avantgarde veordert, welche bereits gegen die Grenzen Litthauens vordringt.“ ⸗
„Alſo wirklich noch keine Kunde von Ottokar?“ fuhr der Krakuſe fort,„er muß ſich in Warſchau be⸗ finden; wenigſtens ſtimmen alle Nachrichten, die ich mir zu verſchaffen gewußt, dahin überein.“
„Es iſt kaum möglich,“ meinte Guido,„ſollte er mich dann nicht aufgeſucht haben?“
„Er umſchwebt Sie vielleicht unſichtbar,“ ſprach Severin,„und erſcheint erſt dann, wenn Ihnen Gefahr droht; Sie wiſſen ja, daß Ottokar allezeit Ihr rettender Engel war.“
„Ja, das war er,“ antwortete Guido nicht ohne tiefe Bewegung,„ohne Ottokar befände ich mich nicht mehr unter den Lebenden. Ich hätte dieſe große herr⸗ liche Erhebung des polniſchen Volkes nicht erſchaut.“
„Auch mir,“ erzählte Severin,„hat der brave Ot⸗


