Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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tokar zu wiederholten Malen unter die Arme gegriffen. Ich ſäße unfehlbar dieſe Stunde noch in Gewahrſam einer wohllöblichen deutſchen Polizei bei Ottern und Schlangen; mit genauer Noth bin ich dem Tode ent⸗ laufen, und nur Ottokar's Einfluſſe und Fürſprache hab' ich meine Errettung zu danken.

Die Beiden traten jetzt, nachdem ſie ſich durch eine gute Mahlzeit wohl geſtärkt hatten, den Weg nach der Stadt an. Severin konnte ſich über die ungeheuern Verſchanzungen, die man Meilenweit umher aufgewor⸗ fen hatte, nicht genug wundern.

Wenn dieſe Werke alle von hinreichender Macht vertheidigt werden, ſprach er,ſo will ich den Ruſſen ſehen, der nach Warſchau kommt.

Da kann man ſehen, bemerkte Guido,was ein Volk in ſeiner Freiheit vermag; vor noch nicht langer Zeit ſah man hier noch keine Spur von irgend einer Befeſtigung.

Plötzlich begannen die Glocken auf allen Thürmen Warſchaus zu läuten.

Was hat das zu bedeuten? frug Guido einen in der Nähe befindlichen Wachtpoſten.

Es iſt ſo eben die Nachricht, war die Antwort, von einem neuen Siege eingetroffen, den Skrzynecki über den General Diebitſch erfochten hat.

Noch iſt Polen nicht verloren! rief freu⸗ dig Guido;aber jetzt halte ich es nicht länger in der Stadt aus; ich muß hinaus, wo ſich die heldenmüthigen polniſchen Kohorten täglich neue Lorbeeren pflücken.

Ich bin nicht ſo kampfbegierig, meinte Severin; ich lebe in dem beruhigenden Glauben, daß die tapfern Polen auch ohne mich mit den Ruſſen fertig werden. Ich will mir es dafür um ſo angelegentlicher ſein laſ⸗ ſen, den Ottokar ausfindig zu machen. Freilich, wenn