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gleichfalls dahin auf den Weg machte. Ich bin daher außerordentlich erfreut, wenigſtens Sie aufgefunden zu haben; da wird hoffentlich Ottokar auch nicht lange ausbleiben“
„Wie geht es ſonſt in Deutſchland?“ frug Guido weiter;„was macht mein Vater? wie befinden ſich meine Couſinen?“
„In Deutſchland,“ erzählte der Krakuſenrekrut,„iſt Alles polniſch geſinnt; die deutſchen Poeten ſingen ſich heiſer ob der Heldenthaten an der Weichſel; die Zei⸗ tungen, welche über den Kampf mit den Ruſſen berich⸗ ten, werden verſchlungen, und Jedermann guckt erwar⸗ tungsvoll nach der Weichſel. Ihr Herr Vater iſt mit dem Aufbau des Hohenſtein beſchäftigt, und die Cou⸗ ſinen ſind durch Ottokar's Fürſorge auf einem ſchön gelegenen Gute bei einer befreundeten Familie unter⸗ gebracht. Fräulein Veronika hat ſich von ihrer ſchwe⸗ ren Krankheit, von welcher ſie unmittelbar nach ihrer Errettung befallen worden, ſo ziemlich erholt und man hoffte bald auf völlige Geneſung.“
„Wie ſo iſt denn Veronika errettet worden?“ frug Guidv.
„Ja, da iſt viel zu erzählen,“ meinte Severin; „ich ſehe, daß Sie in Ihren eigenen Familienangelegen⸗ heiten ſehr unbewandert ſind.“
„Seit meiner ſchleunigen Flucht aus Deutſchland, die unmittelbar nach dem Schloßbrande erfolgte,“ er⸗ widerte Guido,„bin ich ohne alle Nachrichten.“
„Ei, ei,“ fuhr Severin fort,„da ſind unterdeß wunderbare, wahrhaft romantiſche Geſchichten vorge⸗ gangen.“
Guido horchte erwartungsvoll auf. Der Krakuſe warf einen Blick nach ſeinem Regimente, das bereits eine große Strecke voraus war.


