Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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Commando weiter zu bekümmern, Halt, und ſprang vom Pferde.

Alle guten Geiſter loben Gott den Herrn, rief Severin, der jetzt wirklich, als Krakuſe gekleidet, vor Guido ſtand,der Herr Graf von Hohenſtein; ſagen Sie mir um Alles in der Welt, was macht Ihr Herr Bruder, der Ottokar? Ich ſuche ihn nun bereits ſeit Monden, wie der Pudel ſeinen Herrn, bin ihm auch immer auf der Spur, kann aber gleichwohl ſeiner nicht habhaft werden. 5

Guido, der ſich ob des kriegeriſchen Ausſehens Se⸗ verin's eines Lächelns nicht erwehren konnte, frug jetzt, wie es gekommen, daß er, der die Unabhängigkeit ſo liebe, unter die Soldaten gegangen ſei?

Da iſt allein der Ottokar ſchuld, erzählte der Gefragte;nachdem ich denſelben in halb Deutſchland vergebens geſucht hatte, ward mir die Nachricht, daß er ſich nach Warſchau gewandt habe. Ich machte mich alſo ſogleich nach Polen auf den Weg. Die Preußen wollten mich nicht durchlaſſen, obgleich ich meine friedfertige Geſinnung beſchwor und hoch und theuer gelobte, gegen den Kaiſer Nicolaus nichts Böſes im Schilde zu führen. So kam ich nach Krakau. Da war aber Alles revolutionär; ich mußte mit den Wöl⸗ fen heulen und mir nichts dir nichts Krakuſe werden; außerdem würden Sie mich ſchwerlich hier vor den Tho⸗ ren Warſchaus finden. Mir blieb alſo nichts übrig, als den Soldatenrock anzuziehen; wie leicht hätte man

mich können für einen Spion halten, und mit dieſen

werden hier wenig Umſtände gemacht, wie ich mit eige⸗ nen Augen zu ſehen Gelegenheit gehabt. Guido erkundigte ſich näher nach Ottokar.

Ich weiß nur ſo viel, erwiderte Severin,daß

er, ſo bald er Ihre Abreiſe nach Polen erfuhr, ſich