Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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erſchienen. Gleichwohl beſchloß er, mit anbrechendem Morgen das Werk der Zerſtörung fortzuſetzen, weil er es für das einzige Mittel hielte, über das Vaterland eine neue beſſere Zeit heraufzuführen.

Er wollte eben wieder zu Rafaelen zurückkehren, als durch die Stille der Nacht ſchnelles Pferdegetrapp ver⸗ nehmbar ward, das von Minute zu Minute näher kam. Guido weckte einen ſeiner Genoſſen, der ſich in einen Haufen Heu gebettet hatte..

Kaum war dieſer ermuntert und hatte das näher kommende Geräuſch vernommen, als er ſchnell auf⸗ ſprang

Das iſt anrückende Cavalerie, ſprach er leiſe; alle Teufel, die bringt uns nichts Gutes.

Mit dieſen Worten weckte er die zunächſt Schlafen⸗ den und bald waren ſämmtliche Verſchworenen auf den Füßen und unter Waffen.

Es wäre wohl das Gerathenſte, meinten Ei⸗ nige,wenn wir uns in den Wald zurückzögen, für den Fall wir nicht ſtark genug, ihrer Anzahl zu wi⸗ derſtehen.

Nichts da, entſchied Guido mit befehlender Stimme,laßt die Söldner anrücken, wir wollen ihnen beweiſen, daß wir keine Räuberbande find, welche die Wohnungen anzündet, um zu ſtehlen und dann feig die Flucht zu ergreifen.

Guido hat Recht, ſchrieen Andere,noch giebt's der glühenden Brände genug, wir wollen ſie würdig empfangen, denn daß der nächtliche Beſuch uns gilt, unterliegt keinem Zweifel.

Mit dieſen Worten eilten eine Anzahl der Ver⸗ ſchwornen nach dem Trümmerhaufen des Schloſſes, und bewaffneten ſich mit glühenden Bränden.

Deutlich vernahm man jetzt, wie eine ſtarke Ab⸗

Stolle, Schriften. Supplem. II. 11