Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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theilung Cavalerie am Fuße des Schloßberges von ihren Pferden ſtieg und eiligſt dem zertrümmerten Schloßthore näher kam. Einige Bauern, die noch im Schloßgarten zurück geblieben waren, und durch den plötzlichen Lärm erſchreckt, nach ihren Wohnungen hatten flüchten wollen, wurden von den anrückenden Soldaten ſogleich gefangen genommen und in Ketten gelegt. Bald darauf kam es zwiſchen den Verſchwornen und den an⸗ rückenden Cavaleriſten zu einem hitzigen Gefecht, in welchem aber die erſtern, trotz der verzweifeltſten Gegen⸗ wehr, bald zum Rückzuge gezwungen wurden. Einige wurden getödtet, andere gefangen; die übrigen ſpran⸗ gen über die Mauer des Schloßgartens und entkamen in den Wald.

Guido, nachdem er zuvor Rafaelen, die noch im⸗ mer in ohnmachtähnlichem Schlummer lag, in eine der nächſten Lauben getragen hatte, ſtürzte ſich mit unge⸗ wohnter tollkühner Tapferkeit gegen die Angreifer; ward aber bald von der Uebermacht überwältigt und zu Boden geworfen. Eben holte einer der Reiter mit ſeinem langen Schlachtſchwerte aus, um dem Beſiegten den Reſt zu geben, als Graf Ottokar von Hohenſtein, welcher in Civilkleidung das Militärcommando be⸗ gleitet hatte, den mit dem Schwerte ausholenden Rei⸗ ter mit aller Macht zurückwarf und ihm die Worte zudonnerte:

Bube, Du willſt Soldat ſein und kannſt einen wehrloſen Gefangenen morden! Hierauf befahl er, den Verwundeten in eine der Lauben zu ſchaffen und eine Wache davor zu ſtellen.

Guido, obſchon der ſtarke Blutverluſt ſeine Sinne umdunkelt hatte, erkannte gleichwohl Ottokar's Stimme.

Rette Rafaelen, flüſterte er leiſe in franzöſiſcher