Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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Bei der gewiſſenloſen, unvorſichtigen Art und Weiſe, wie man mit den brennenden Fackeln umging, konnte es nicht fehlen, daß hier und da Feuer auskam, ja Manche ſteckten mit Vorſatz die Mobilien in Brand; zahlreiche Vorhänge ſah man empor lodern, man lachte darüber und dachte an kein Löſchen.

Georg war der Einzige, dem die unſinnige Zerſtö⸗ rungswuth wehe that, und er frug bei Guido an, ob man dem wilden Treiben nicht Einhalt thun wolle, weil ſonſt leicht das ganze Schloß in Flammen auf⸗ gehen könnte.

Der Gefragte antwortete mit Tilly's Worten:

Die armen Leute wollen auch einmal eine Erhei⸗ terung nach jahrelangem Leiden. Komm in einer Stunde wieder, und ſollte das Neſt Aſche werden, ſo giebt es eine Zwingburg weniger in der Welt.

Wirklich griffen die Flammen in mehreren Sälen und Gemächern gewaltiger um ſich, und es währte nicht lange, ſo ſtand faſt die ganze erſte Etage des Mittelgebäudes in hellen Flammen. Weithin leuchtete die Gluth über Berg und Thal, und die Hitze des prennenden Stocks ward ſelbſt für die auf dem Schloß⸗ hofe befindlichen Revolutionärs unerträglich.

Alle Wetter! riefen mehrere derſelben,wenn es ſo fort brennt, geht das ganze Schloß zum Teufel.

Dem gehört es ohnedies ſchon, lachten Andere, aus den Flammen einer Zwingburg bricht der Frei⸗ heitsmorgen empor. Mögen ſie flammen und leuchten, weit über die Lande, zum Schrecken für alle Tyrannen und als Hoffnungsſtern für alle Unterdrückten.

Immer verheerender griff die Gluth um ſich, auch in den beiden Seitenflügeln begannen aus Thüren und