Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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Befehle wegen des Verſchließens auch pünktlich vollzo⸗ gen habe.

Eben wollte er von dem äußern Thore, welches er mit Sorgfalt unterſucht hatte, nach dem Schloſſe zurück⸗ kehren, als außerhalb des Thores Fußtritte vernehmbar wurden.

Stephani blieb ſtehen und lauſchte; da ertönte haſti⸗ ges Klopfen an der kleinen Seitenpforte des Haupttho⸗ res. Der Doctor kehrte zurück und frug, wer Einlaß begehre.

Ums Himmelswillen, rief angſtvoll eine Stimme, im Dorfe iſt Revolution; die ganzen Bauern ſind auf dem Gemeindeplatze verſammelt, ſchwarze Geſtalten, von den man nicht weiß, wo ſie mit einem Mal her⸗ gekommen ſind, wandern unter ihnen umher und reizen ſie zur Empörung auf. Die Schwarzen tragen rothe Fackeln in den Händen, man will nach dem Schloſſe ziehen und daſſelbe anbrennen. Der Obergensdarm und zwei Gemeine liegen ſchon in ihrem Blute: ich ſelbſt bin mit einer leichten Wunde davon gekommen, da ich ſchleunigſt die Flucht ergriff, um die Kunde von dem unerhörten Ereigniß nach dem Schloſſe zu bringen.

Der Doctor hatte jetzt die Stimme erkannt und die Pforte geöffnet. Der Hiobsbote war Niemand anders, als ein Landjäger, welcher den Obergensdarm begleitet hatte. Wirklich blutete derſelbe an einer Kopfwunde, die von einem Säbelhiebe herzurühren ſchien.

Unſer Bauervolk, fuhr der Landjäger in ſeiner Erzählung fort,muß rein toll geworden ſein, ich habe es in ſolcher Aufregung noch nie geſehen. Ich kann mir nicht anders denken, als daß die ſchwarzen unbe⸗ kannten Unholde die Bauern durch geiſtige Getränke be⸗ rauſcht haben.