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„Meines Vaters Herrſchaft,“ fuhr der aufgeregte Sprecher fort,„deſſen Bewohner noch unter dem ſchimpf⸗ lichſten Feudaldrucke ſeufzen, ſind die erſten, welche un⸗ ſerem Aufrufe Folge leiſten werden. Ich kenne die Ver⸗ hältniſſe, ich ſelbſt werde Euch dahin führen, zum Be⸗ weiſe, daß ich es auch redlich mit der Freiheit meine; und ſelbſt das Schloß meiner Väter, wo ich das Licht der Welt erblickte, nicht ſchone, wenn es das Wohl des Vaterlandes gilt.“
Die Rede und der Vorſchlag Guido's fand unter den jungen Feuerköpfen den ungetheilteſten Beifall. Man beſchloß ſofort die nöthigen Vorkehrungen, um in ſo kurzer Zeit wie möglich das tollkühne Unternehmen in's Werk zu ſetzen.
Um die Gemüther noch mehr zu entflammen und für die Revolutionirung das Landvolk zu begeiſtern, führte Guido den Georg herbei.
„Hier ſteht ein Blutzeuge,“ rief er;„er ſoll Euch Kunde geben von den beiſpielloſen Verbrechen, welche der Reichthum an der Armuth beging, und Ihr wer⸗ det erkennen, daß es hohe Zeit iſt, mit den Volkstyran⸗ nen die Rechnung abzuſchließen.“
Georg theilte jetzt unverhohlen die Ungerechtigkeiten und harten Bedrückungen mit, welche ſich der Gerichts⸗ verwalter Stephani gegen die Bewohner der Herrſchaft Hohenſtein hatte zu Schulden kommen laſſen.
Als er auf die barbariſche Behandlung zu ſprechen kam, welche ſeine verſtorbene Braut Chriſtine hatte zu erdulden gehabt und an deren Folgen ſie geſtorben war, gerieth Alles in Aufruhr. Allgemeine Entrüſtung be⸗ mächtigte ſich der Anweſenden, und man ſchwur hoch und theuer, daß der Doctor Stephani zur Sühnung der Blutſchuld fallen müſſe.
Die Expedition nach Hohenſtein ward für die näch⸗


