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quemen Lager ausſtreckend;„wär' ich doch in Paris geblieben, bei dem guten Ludwig Philipp, und bei der aller vortrefflichen Prinzeſſin Clementine, die mich ſo huldvoll angelächelt; ich hätte längſt eine Stelle bei Hofe. Der Guido mit ſeinem einfältigen Republikanis⸗ mus iſt allein ſchuld, daß ich hier, wie ein blinder Simſon zwiſchen Ottern und Schlangen ſitze. Wenn nur die Deutſchen nicht Revolution anfangen wollten; die verſtehen die Sache einmal nicht; da gehört leichtes flüſſiges Blut dazu; ſie ſollen das den Franzoſen über⸗ laſſen, welchen Champagner in den Adern fließt; der deutſche Philiſter, der ſich ſeinen Wanſt alltäglich kan⸗ nenweiſe mit untergährigem Lagerbier anfüllt, iſt nicht der Mann dazu. Was deines Amtes nicht iſt, da laß deinen Vorwitz: das ſagt ſchon Paulus oder könnt' es doch geſagt haben.“
Durch dieſe und ähnliche Reflexionen ſuchte ſich Se⸗ verin in ſeiner Finſterniß die Zeit zu vertreiben und ſeinen Zuſtand zu vergeſſen, der ihm von Stunde zu Stunde unerträglicher wurde.
Zehntes Rapitel.
Guido hatte, trotz der Vorſicht, die ihm von Ottokar an's Herz gelegt worden war, es doch nicht über ſich gewinnen können, unmittelbar, nachdem ihn der Bruder verlaſſen hatte, einen kleinen Abſtecher nach einer deuktſchen Univerſitätsſtadt zu machen, wo er unter der daſigen Burſchenſchaft viele politiſche Befreundete kannte. Er wünſchte vor allen Dingen zu wiſſen, ob durch die Nie⸗ derlage der Republikaner in der Hauptſtadt ſeines Lan⸗ 9*


