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„Daran iſt hauptſächlich“ gab er zur Antwort, „hier unſer Graf ſchuld, den ich zu Heidelberg kennen lernte. Er iſt einer von den Wenigen, die weit mehr Freunde der That als langer Erörterungen ſind. Auf den ſüddeutſchen Hochſchulen können noch Monde ver⸗ gehen, bevor ſich die daſigen Burſchenſchaften zu einem Hauptſchlage vereinigen. Es iſt zu viel arminiſcher Geiſt, der den bedächtigen deutſchen Charakter nicht verläugnet, unter ihnen. Wenn wir noch lange debatti⸗ ren, ſo wird das Eiſen kalt, das jetzt glüht und von muthiger Hand geſchmiedet ſein will. Es muß ein Anfang gemacht werden und zwar ſo ſchleunig wie möglich; ſind wir auch noch ſo gering an Mannſchaft, der Erfolg wird unſer Losſchlagen rechtfertigen. Deß bin ich gewiß. Ich mochte daher die koſtbare Zeit nicht durch unnützes Umherreiſen vergeuden, um der deutſchen Jugend allerorts philoſophiſch darzuthun, daß das menſchliche und göttliche Recht ſich auf unſerer Seite befinde, ſondern bin in Begleitung unſres neuen Freun⸗ des zu Euch zurückgekehrt, wo ich noch die meiſten Gleichgeſinnten zu finden hoffte. In Jena erfuhr ich durch den Germanen Lauterbach Euern heutigen Con⸗ ent und ſäumte daher nicht, demſelben beizuwohnen, Boſchon Weg und Wetter nichts weniger als einladend waren.“
Die Worte Bachmann's hatten allgemeinen Beifall gefunden; der Vorſchlag Brandenburg's kam wieder zur Sprache, und ſo ward faſt einſtimmig beſchloſſen, die nächſten Tage in der benachbarten Reſidenz die Fahne des Aufruhrs aufzupflanzen. 3


