Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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die Hände. Der Fiſch ſchritt voran und bald befanden ſich die Drei unter ſchützendem Obdache.

Die übrigen Burſchenſchafter waren gleich Branden⸗ burg eben ſo verwundert als erfreut, ihren geliebten Subſenior, den ſie tief im Süden des Vaterlandes glaubten, plötzlich ſo unerwartet in ihrer Mitte zu ſehen; als er mit ſeinem Begleiter, einem ſchlanken blonden Manne von ſtattlichem Aeußern in's Zimmer trat, ward er mit allgemeinem Jubel empfangen.

Das erſte Geſchäft des Eingetretenen war, ſeinen Begleiter als den Grafen Guido von Hohenſiein der Verſammlung vorzuſtellen, indem er einige kräftige Worte zu deſſen Empfehlung beifügte.

Der Name Hohenſtein hatte aber bei mehreren der Anweſenden ein finſteres Stirnrunzeln zu Folge. Man gedachte des Grafen Günther von Hohenſtein, welcher in der Reſidenz den Aufruhr mit ſo energiſcher Hand unterdrückt hatte.

Brandenburg ſcheute ſich daher nicht, es unverholen auszuſprechen, daß der Name Hohenſtein in den jüngſten Tagen ſich mit dem Blute der Bürger und dem Fluche der Freiheitsfreunde belaſtet habe. Er erzählte das Verfahren des neuernannten Generallieutenants der fürſtlichen Truppen.

Graf Guido erbleichte, als er in dem Genannten ſeinen eigenen Vater erkannte, doch faßte er ſich.

„Meine Freunde,“ ſprach er,„und ſo kann ich Sie ja nennen, da wir alleſammt nach einem und demſelben herrlichen Ziele ſtreben; empfangen Sie mein heiliges Wort, daß ich den Namen Hohenſtein bei den Freun⸗ den der Freiheit wieder zu Ehren bringen werde.“

Der Burſchenſchafter Bachmann mußte jetzt erzählen, wie es gekommen, daß er von ſeiner Miſſion ſo ſchnell

zurückgekehrt ſei.