Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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Pauſe das dreimalige Zuſammenſchlagen der Hände und das in der Verbindung bekannte Pfeifen.

Es iſt kein Unbekannter, ſprachen Mehrere.

Ich traue noch immer nicht, entgegnete Bran⸗ denburg,die Verrätherei geht heut zu Tage ſchlau zu Werke. Gedoppelte Vorſicht iſt nöthig. Ich werde ſelbſt den ſpäten Gaſt ſondiren; Ihr Andern verhaltet Euch unterdeß ſo geräuſchlos wie möglich.

Mit dieſen Worten ſchlich der Burſchenſchafter leis aus dem Zimmer, ſtieg vorſichtig die Mehlbeſtäubte Treppe hinab, öffnete eine kleine Seitenthür und be⸗ fand ſich bald an der Stelle, wo früher der Kienkorb leuchtete. Der Steg über das Schwarzwaſſer war ab⸗ gebrochen, ſo daß namentlich bei dem dießmaligen hohen Waſſerſtande Niemand vom jenſeitigen Ufer herüber konnte.

Brandenburg, mit zwei Piſtolen und einem Dolche bewaffnet, watete durch hohes naſſes Gras bis zu dem ufer des hochangeſchwollenen Waldbachs. Er mühte ſich bei der undurchdringlichen Finſterniß und in dem ſtromweis herabrauſchenden Regen vergebens, das jen⸗ ſeitige Ufer zu recognosciren. Alles war in undurch⸗ dringliches Dunkel gehüllt.

Er hoffte, daß ſich das bekannte Signal noch ein⸗ mal wiederholen würde, aber Alles blieb ſtill; das Schwarzwaſſer brauſte und ſchäumte in ſeiner nächtigen Tiefe, die hohen Fichten ſchlugen die naſſen Zweige und Aeſte ſeufzend an einander, hoch in den Felſen heulte der Wind in wunderlichen Tönen. Die Mühle ſelbſt lag in tiefer Finſterniß, daß das geübteſte Auge von ihrem Daſein nichts zu entdecken vermochte.

Brandenburg war jetzt an der einen Stelle, wo ſich der Waldbach durch Felſen zwängte, und an Breite verlor, dem jenſeitigen Ufer ſo nahe gekommen, daß er