Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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Noch immer peitſchte der Sturm die alten Föhren in dem Felſenlabyrinthe, ununterbrochen rauſchte der Regen durch die Nacht. Der junge Burſchenſchafter bot alle ſeine Beredtſamkeit auf, die Verſammlung für das bewaffnete Einſchreiten zu gewinnen, als plötzlich der Student Röber, welcher die Wache am Eingang zur Mühle hatte, in das Gemach trat und die Nach⸗ richt brachte, daß noch Jemand, der ſich jenſeit des Schwarzwaſſers befinde, Einlaß begehre.

Das kann nur ein Verräther ſein! rief ſogleich

Brandenburg;Brüder, zu den Waffen, lebendig mag

ich nicht in die Gewalt der Tyrannen fallen. Die Verſammlung gerieth in große Aufregung.

Man frug, ob Röber nicht die Parole verlangt hätte.

Allerdings, lautete die Antwort;aber der Sturm iſt ſo heftig, daß er jedes Wort verweht. Uebrigens iſt der Einlaßbegehrende mit unſerm Signale bekannt. Ich habe das dreimalige Händeſchlagen deutlich ver⸗ nommen.

Dann muß er doch zu den Unſrigen gehören, meinten Mehrere.

Unmöglich, behauptete Brandenburg,die hier Verſammelten ſind alle geladen und ſämmtlich erſchienen. Es fehlt Niemand und ungeladene Gäſte können wir nicht gebrauchen.

Einige der Verſammelten waren an die Fenſter getreten und lauſchten, ob ſich das übliche Signal viel⸗ leicht noch einmal vernehmen laſſe.

Unheimlich rüttelte der Sturm an dem hohen Giebel und den wohlverwahrten Fenſtern der Mühle. Eintönig plätſcherte der Regen auf den mit Steinplatten belegten Hofraum. Sämmtliche Anweſende machten ſich für den Fall einer Ueberrumpelung kampffertig.

Wirklich vernahm man auch nach einer kleinen