Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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Tyrannenſeite furchtbarer denn je herauskehren. Anſtatt der Conzeſſionen wird man, nachdem einmal ein ſo verlockendes Beiſpiel gegeben iſt, mit Füſiladen und Kartätſchenfeuer antworten. Der Soldat iſt Maſchine und muß gehorchen. Er darf nicht wie in Frankreich darüber nachdenken, ob er im Solde der Tyrannei kämpft und daß der gegenüberſtehende Feind Niemand anders als ſeine Landsleute, Hausgenoſſen, Freunde und Verwandte ſind.

Brüder, fuhr der Sprecher immer aufgeregter fort,wir dürfen nicht dulden, daß die Sache des Volks ſo ſchmählich unterliegt. Das Blut der Ermor⸗ deten ſchreit um Rache; es ſchreit um Rache zum va⸗

terländiſchen Himmel. Das klägliche Geſchick dieſer

Hauptſtadt wird furchtbar demoraliſirend wirken auf alle künftigen Volksaufſtände. Brüder, noch iſt's Zeit, dem blutdürſtigen Satelliten der Tyrannei den Sieg zu entreißen und ſo dem ganzen Vaterland einen unermeß⸗ lichen Dienſt zu erweiſen. Sind Unſerer auch Wenige; die Begeiſterung für eine heilige Sache wird erſetzen, was uns an phyſiſcher Macht gebricht.

Der Vorſchlag des jungen Mannes fand allgemeinen Veifall. Nur Einige gab es, die das Voreilige und Gewagte dieſer Unternehmung in klares Licht zu ſetzen ſich bemühten.

Nichts da, rief Brandenburg,wenn wir zu viel überlegen, berathen, verſtreicht die edelſte Zeit. Wir haben lange genug disputirt über die Rettung des Va⸗ terlandes. Der Augenblick iſt gekommen, wo gehandelt, gekämpft werden muß. Wir können nur gewinnen, ſelbſt wenn wir untergehen. Unſer Tod, unſer Blut, das gefloſſen für die heiligſten Rechte der Menſchen⸗ bruſt, werden ſchönere Früchte tragen, denn unſer tha⸗ tenvollſtes Leben.