Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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hörten und daß der Zweck der ganzen Zuſammenkunft ein demagogiſcher war.

Namentlich ging dies aus der Rede hervor, die einer der Studirenden, ein ſchöner ſchlankgebauter Mann, Namens Brandenburg hielt und worin unter andern folgende Stellen vorkamen.

Meine Brüder, ſprach er,ſo iſt uns endlich das Glück geworden, die Sonne der Freiheit abermals am Horizonte des Vaterlandes aufgehen zu ſehen. Tauſend und aber tauſend Herzen ſchlagen dem holden Lichte entgegen. Wir begrüßen in ihm den Morgen eines neuen, langerſehnten Tages. Aber, meine Brü⸗ der, wenn jenes Licht der Verkünder einer ſchönern Zeit iſt, ſo iſt es zugleich ein Zeichen der Mahnung an des Vaterlandes edle, thatkräftige Jugend. Meine Freunde, noch hallt der Donner der großen Woche be⸗ lebend durch Europa, noch glüht die heilige Begeiſte⸗ rung für Freiheit und Völkerwohl in den Herzen von Millionen. Das Geſchlecht der Finſterlinge und Ty⸗ rannen hat ſich, gleich dem Geſchlechte der Eulen, bei ungewohntem Blitze der Freiheit, der vom Pariſer Stadthauſe nach den Tuilerien zuckte und durch ganz Europa leuchtete, ſcheu und erſchrocken zurückgezogen. Aber es ward von dem rächenden Blitze nur geblendet, nicht getroffen, zum Tode getroffen. In Kurzem wer⸗ den wir es aus ſeiner Höhle von Neuem hervorſchreiten ſehen, gewaltiger, ingrimmiger denn je, wenn wir jetzt den Wink des Himmels nicht benutzen und vollenden, was jener begonnen hat.

Meine Freunde, keine Zeit iſt zu verlieren. Das Vaterland ruft ſeiner Söhne edelſte zu den Waffen. Das oft verrathene, vielfach zerriſſene ſchreit zum Him⸗ mel nicht um Rache, nein, nur nach ſeinem ewigen, unveräußerlichen Rechte, nach Einheit und Freiheit.