Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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20 lich verſtummt und man vernahm nichts als das Toben der Natur.

Aber je einſamer von Außen, deſto Menſchenbelebter und lebhafter ging es im Innern der Mühle zu. Der Müller Martin hatte heut ſein größtes und beſtes Zimmer den nächtlichen Gäſten eingeräumt und an der großen Tafel ſaßen Kopf an Kopf, wohl an die dreißig kräftige Jünglinge, in einfach altdeutſcher Tracht, faſt ſämmtlich Studirende der benachbarten Univerſität. Nur zwei fremde Geſtalten, an deren Dialecte und Manieren man bald erkannte, daß ſie nicht im Bereiche des deutſchen Bundes geboren waren, erblickte man in der Geſellſchaft; desgleichen einige Perſonen, die das Univerſitätsalter ſchon geraume Zeit paſſirt zu haben ſchienen.

Mehrere Bowlen Punſch dampften auf der langen Tafel und verbreiteten einen angenehmen Duft in dem Conferenzzimmer.

Im Anfang ging es ſtiller zu, als man von einer ſo bedeutenden Anzahl lebensluſtiger Jünglinge hätte erwarten ſollen; als aber der erwärmende Punſch ſeine Kraft geltend machte, die Herzen näher brachte, auf⸗ ſchloß und das Band der Zungen löſte, ward es äußerſt lebhaft.

Es wurden Liederbücher umhergereicht, die Kehlen geſtimmt und bald tönten Geſänge von Theodor Körner und Arndt vollchörig zu dem Toſen des Sturms.

Nach Beendigung der erſten allgemeinen Geſänge kamen Bundeslieder an die Reihe, und aus dem In⸗ halte derſelben, ſo wie aus den verſchiedenen Reden, die von einigen Mitgliedern gehalten und aus den Toaſten, welche ausgebracht und mit Begeiſterung auf⸗ genommen wurden, erkannte man bald, daß ſämmtliche Studirende einer burſchenſchaftlichen Verbindung ange⸗