Teil eines Werkes 
Supplemente 2. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 2. Theil (1857)
Entstehung
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ruft, ich eile nach der Reſidenz⸗, behalten Sie, Herr Doctor, meine Befehle wohl in den Augen, weichen Sie in keinem Punkte davon ab. Hoffentlich, daß mir's bald gelingt, die Hauptſtadt von dem nichts⸗ nutzigen Geſindel zu befreien und die Ruhe wieder her⸗ zuſtellen, wo ich dann unmittelbar nach dem Hohenſtein zurückkehre. Leben Sie wohl.

Mit dieſen Worten verließ der ſtolze, gebietende Mann das Gemach. Der Doctor Stephani gab ihm mit höchſter Devotion das Geleite bis zum Reiſe⸗ wagen. Der Kutſchenſchlag ward zugeſchlagen, und donnernd rollte der Wagen über die Zugbrücke des Hohenſtein.

Z3weites Rapitel.

E⸗ war eine finſtre, wilde Nacht. Seufzend ſchlug der Sturm die Kronen der mehrhundertjährigen Eichen gegen einander. Kein Stern am Himmel, und ununter⸗ brochen rauſchte der Regen.

Der mäßige Gebirgsbach, welcher im tiefen Felſen⸗ grunde an der Grenze des Fürſtenthums, in deſſen Be⸗ reiche das Schloß Hohenſtein gelegen, mehrere Mühlen trieb, war von dem mehrtägigen Regen ſo angeſchwol⸗ len, daß er einem kleinen Fluſſe glich. Er hatte mehrere Brücken mit ſich fortgeriſſen und das bei günſtiger Witterung ſchon unwegſame Fortkommen noch müh⸗ voller gemacht.

Nichtsdeſtoweniger war die im hohen Gebirg ge⸗ legene Felſenmühle heller erleuchtet, denn gewöhnlich. An mehreren der kleinen Fenſter brannten Lichter und