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ſohn iſt hitzig, da kann die Sache ſchlimm werden, ich ſehe das im Geiſte.“
„Wie,“ rief Rafaele, und ſchlug erſchrocken die Hände zuſammen,„ſo will der Onele den Hohenſtein verlaſſen, er, unſer einziger Schirm in dieſer gefahr⸗ vollen Zeit?“
„Von hier aus,“ meinte Benedict,„kann er die Armee doch nicht commandiren. Laut dem Befehle Seiner Durchlaucht muß er ſich an die Spitze als Ge⸗ neraliſſimus ſtellen.“
„Und was ſoll aus uns werden,“ jammerte Ra⸗ faele,„und aus der Großmutter, wenn hier die Re⸗ volution ausbricht?“
„Seien Sie unbeſorgt,“ tröſtete Benediet,„noch heute ſchreib' ich an die Muhme im Gebirg. Mein neues holſteiner Wäglein bringt uns ſchnell und uner⸗ kannt nach Burgdorf, ſobald die Bauerſchaft aufſäſſig wird.“
„Aber Roßwitha,“ fuhr Rafaele klagend fort,„ſie wird um keinen Preis das Schloß verlaſſen wollen.“
„Ja für die weiß ich keinen Rath,“ ſprach der Gärtner,„ſie mag ſich vom Doctor Stephani verthei⸗ digen laſſen, der iſt ihr ja Alles in Allem.“
„Der Onele,“ meinte Veronika,„wird ſicherlich weder ſie noch uns ohne Schutz zurück laſſen. Auch bin ich nicht dafür, daß wir ohne höchſte Noth das Schloß verlaſſen.“
„Ich wünſchte, ich ſäße ſchon in Burgdorf,“ ſprach Rafaele,„hier wird mir's von Stunde zu Stunde un⸗ heimlicher.“
Ein Diener des Grafen berief jetzt die Mädchen nach dem Schloſſe. Sie eilten zitternd dahin. Im Schloßhofe lief Alles geſchäftig durcheinander. Ein Reiſewagen, der den Grafen nach der Reſidenz bringen


