„Das bezweifle ich keineswegs,“ erwiderte Arthur, „aber meine Verhältniſſe erlauben eine ſo weite Tour nicht. Mein Onkel, dem ich geſchrieben habe, erwartet mich bereits in acht Tagen. Indeß gebe ich Ihnen das Geleit bis Calais, da ich das Meer noch nicht geſehen habe.“
Er erkundigte ſich hierauf, ob Alles zur Abreiſe bereit ſei.
„In längſtens drei Stunden,“ antwortete Ottokar, „iſt die Exrtrapoſt beſtellt. Mein Bruder muß jeden Augenblick eintreffen. Ich begreife nicht, wo er bleibt.“
„Ich ſprach ihn,“ erzählte Arthur,„vor etwa zwei Stunden. Er hatte noch einige Abſchiedsbeſuche zu machen und war von einigen Freunden zu einem Früh⸗ ſtück eingeladen worden.“
„Wenn er nur mit den republikaniſchen Hitzköpfen nicht wieder zuſammentrifft,“ ſprach Ottokar;„er iſt zu leicht erregbar und alle unſere Mühe wäre ver⸗ gebens, wenn er jenen wieder in die Hände fiele. Er hat mir zwar verſprochen, allen Umgang mit ſeinen ex⸗ centriſchen Freunden zu vermeiden; aber ich halte ihn nur für geſichert, ſo bald er neben mir im Wagen ſitzt, und Paris ſo weit als möglich hinter uns liegt.“
„Ja, dann haben wir gewonnen,“ verſetzte Severin mit viel Zuverſichtlichkeit.„Wir wollen dann in ihm Schritt vor Schritt die republikaniſchen Ideen ausmer⸗ zen, daß er als guter Royaliſt über den Canal zurück⸗ kehren ſoll. Namentlich verſpreche ich mir viel, wenn ich ihm die Liebenswürdigkeit des jetzigen königlichen Hauſes recht veranſchauliche. Mein Grundſatz heißt jetzt:„Vive le roi quand méme!“
„Wie ich Guido habe kennen lernen,“ ſprach Ar⸗ thur,„ſo möchte die Bekehrung dieſes ſtarren Republi⸗ kaners doch nicht ſo leicht ſein. Sein Glaube für re⸗


