Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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publikaniſche Verfaſſung iſt bei ihm zu tief ins Blut übergegangen; doch verſpreche ich mir von einer Luft⸗ veränderung und namentlich von einer Entfernung von Pa⸗ ris, wo ſich ſo viel Gleichgeſinnte vorfinden, viel Gutes.

Er hatte dieſe Worte kaum geſprochen, als Guido haſtig in's Zimmer trat. Sein ganzes Weſen befand ſich in höchſter Aufregung; ſein Blick leuchtete voll un⸗ heimlichen Feuers.

So eben habe ich Briefe aus Deutſchland erhal⸗ ten, rief er;die Patrioten haben dort Alles zu Einem großen Schlage vorbereitet; der Aufſtand wird in mehreren Städten zu gleicher Zeit losbrechen und da ſollte ich fehlen?

Vergebens waren alle verſtändige Einreden von Seiten Ottokar's und Arthur's.

Nichts da, fuhr der Exaltirte fort,ich kenne keine Rückſicht, Vorſicht, Nachſicht mehr; mein Beruf iſt entſchieden. Was habe ich zu verlieren? das Bis⸗ chen Leben? Mit Entzücken, mit Wolluſt lege ich's auf den Altar des Vaterlandes. Die in Frankreich nieder⸗ getretene Freiheit ſoll ſich jenſeit des Rheins wieder groß und herrlich erheben. Ja, mein Vaterland! bald werden die Freudenfeuer auf deinen Bergen den freude⸗ zitternden Geſchlechtern verkünden, daß es eine Nemeſis, eine göttliche Vorſehung gibt. Iſt erſt Deutſchland frei, ein Deutſchland, groß und gewaltig, dann wehe euch Tyrannen der Brudervölker. Mein Beruf iſt ent⸗ ſchieden Ich bin ein Weltbürger. Es bedarf da drü⸗ ben nur der thatkräftigen Hand, das Signal zum all⸗ gemeinen Brande, und die Banner der Freiheit flattern auf den Zinnen der Hofburgen.

Nochmals boten Ottokar und Arthur Alles auf, den wilden Republikaner von ſeinem tollkühnen Vorhaben zurückzubringen; aber dieſer gerieth bei den Gedanken