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Barricaden und Kanonen. Da kenm ich die lieben Landsleute beſſer. Aber in Brüſſel ſcheint es Ernſt werden zu wollen. Die Belgier ſind auch halbe Fran⸗ zoſen und lieben das Losſchlagen. Da giebt es nächſtens Krawall à la Paris. Das ganze Königreich der Nie⸗ derlande kann dabei in die Brüche gehen. Belgier und Holländer waren ſich ſtets ſpinnefeind, und die diplomatiſche Weisheit eines hohen Wiener Congreſſes dürfte ſich doch getäuſcht haben, wenn ſie geglaubt hat, aus zwei ſo heterogenen Völkern, wie die fiſchblutigen Holländer und die leichtfertigen Belgier, ein Ganzes zu diplomatiſiren. Indem man das Königreich der Niederlande errichtete, hoffte man eine tüchtige Mauer gegen das ſiets beargwohnte Frankreich aufzuführen; die Erfahrung wird lehren, daß die Herren Diplomaten die Rechnung ohne den Wirth gemacht haben.“
„Ich habe auch von der aufgeregten Stimmung in Belgien vernommen,“ ſprach Ottokar,„begreife aber nicht, was dieſes Volk eigentlich will. Der Grund zu einer Revolution, wie die des Juli, liegt bei ihnen gar nicht vor. Im Gegentheil gehört der König von Holland zu den aufgeklärten und liberalen Fürſten, der ſich nie im Entfernteſten an der Verfaſſung vergriffen hat.“
„Die Belgier können ihn aber nicht leiden,“ erwi⸗ derte Barthel;„ſie haben ihn von der heiligen Allianze bekommen, ohne gefragt worden zu ſein; er iſt nicht der Landesreligion zugethan; das ſind doch der Gründe genug, gegen ihn aufzuſtehen.“
„Nach dieſer Theorie,“ meinte Ottokar,„kämen wir aus den Revolutionen gar nicht heraus. Sie mag das abſolute Naturrecht auf ihrer Seite haben, aber ihre Ausführung in Praxi möcht' ich nicht befürworten.“
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