Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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Ludwig Philipp's, ſo wie an den vielen ſtattlichen Krie⸗ gern aus der Kaiſerzeit.

Ich bin doch ein wahrer Unglücksvogel, ſprach er für ſich,jetzt gerade, wo mir's ſo außerordentlich behagt im ſchönen Paris, muß dem Ottokar eine Reiſe nach der öden einſamen Heimath Oſſians in den Sinn kommen. Zu jeder andern Zeit hätt' ich mich mit Ver⸗ gnügen angeſchloſſen, die Sache hat etwas Romantiſches; aber jetzt, wo ich auf dem Punkte ſtehe, bei Hofe mein Glück zu machen...

Was hilft es aber, fuhr er nach einer Pauſe fort,den Ottokar verlaß ich nicht, und wenn die Reiſe nach dem Nordpol ginge oder nach dem Feuerlande. Da könnte man mir alle Schätze der Welt bieten, ich weiche nicht von ihm. Jammerſchade, daß ſchon morgen die Reiſe fort geht; meine politiſchen Beſtre⸗ bungen haben mir gar nicht Zeit gelaſſen, mich nur einigermaßen in der Rieſenſtadt umzuſchauen. Fon⸗ tainebleau, wo der große Kaiſer die berühmte Abdan⸗ kung hielt, hätt' ich gern beſucht. Was mir bei den Orleans hauptſächlich gefällt, iſt, daß ſie ſo große Stücke auf Napoleon halten. Ich bin den Leutchen deshalb von Herzen gut. Die paſſen auf Frankreichs Thron. Wer es gut mit dem großen Kaiſer meint, mit dem meine auch ich's und die Franzoſen gut. Ein herrliches Land dieſes Frankreich! Und das ſoll ich nun ſpornſtreichs verlaſſen, weil's dem Herrn Guido beliebt, in den kahlen Bergen Schottlands eine Mol⸗ kenkur zu gebrauchen, um ſeinen einfältigen Republika⸗ nismus zu ecuriren. Ein wahrhaft Malheur. Der trübe Himmel jener Nebelinſel iſt doch fürwahr nicht geeignet, Menſchen, die Grillen haben, das Leben an⸗ genehmer zu machen.

Stolle, Schriften. Supplem. I. 12