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Freundes Worten nicht ſelten die Thränen in die Au⸗ gen treten ſollten.
„Weiß Gott, Ottokar,“ begann er,„und wenn mir jetzt Seine Majeſtät ein Miniſterportefeuille anböte, ich gäbe es zurück und ſchiffte mit nach Schottland. Was denkſt Du von mir; und wenn Du über den Canal ſchwimmſt, ſchwimme ich nach. Warum ſprichſt Du Dich gleich ſo kränkend aus? Man kann doch ſeine Anſichten ausſprechen, leben wir nicht im Lande der Freiheit; und was ich von Schottland erzählt habe, iſt buchſtäblich wahr; aber was thut dies, ich reiſe mit. Das bedurfte gar keiner Anfrage. Wird ſich aber der Guido wirklich ſo gutwillig über den Canal bringen laſſen?“
„Wie jedes Unglück,“ erwiderte Ottokar,„immer auch ſein Gutes hat, ſo war es mit Guido's jüngſtem Duell der Fall. Der Tod des Herrn von Rowinow hat ihn völlig umgewandelt und ich habe die beſte Hoffnung zu ſeiner Beſſerung.“
„Siehe, wie gut es war,“ fiel hier Barthel ein, „daß Du den Frieden zwiſchen mir und Guido wieder herſtellteſt; der hätte mich wahrhaftig todtgeſchoſſen. Ich hab' es immer geſagt, ſo ein Republikaner hat kein Einſehen und ſchont nicht.“
„Es iſt Alles bereit,“ fuhr Ottokar fort,„Arthur wird uns bis Calais oder Dover begleiten, er kehrt alsdann auf das Gut ſeines Onkels zurück. Darum iſt mir's, offen geſtanden, recht lieb, wenn Du uns auf dieſer Reiſe begleiteſt.“
Eine Polonaiſe, von dem jungen Herzoge von Or⸗ leans und ſeiner Tante angeführt, die ſich ſo eben durch den Saal bewegte, trieb die Beiden auseinander. Barthel konnte ſich nicht ſatt ſehen an der Anmuth der Prinzeſſinnen, an der Ritterlichkeit der jungen Söhne


