Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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leons am jüngſten Tage nicht vergebe, ausgepinſelt hat. Wir wiſſen's jetzt beſſer, ein nichtsnutziges, arm⸗ ſeliges Bettelvolk ſind jene hochbeſungenen Berghelden, jene Clans, halb Hirten, halb Räuber. Eine Reiſe nach Schottland ſoll oft gefährlicher ſein, als eine Wan⸗ derung durch Italien, welches von Banditen wimmelt. Nein, theuerſter Freund, ſchlag Dir dieſes höchſt thö⸗ richte Reiſeproject aus dem Sinne. Wie geſagt, Guido wird von ſeinem Republikanismus radical geheilt, ſobald er die königliche Familie näher kennen lernt. War ich nicht noch vor Kurzem entſchiedener Napoleoniſt? hab⸗ ich nicht zu Gunſten des Königs von Rom mich heiſer geſprochen? Ich bereue es auch nicht, es ſollte mir aber Leid thun, wenn die königliche Familie davon erführe; ich möchte ſie um alles in der Welt nicht kränken. Jetzt iſt mir's ordentlich lieb, daß die Wahl der Fran⸗ zoſen auf den Herzog von Orleans gefallen iſt. Seine Majeſtät ſteht in den beſten Jahren; wer weiß, ob mit der Wahl des jungen Königs von Rom Alles ſo ſchnell zur Ordnung gekommen wäre.

Ottokar hatte nur wenig von der langen Rede Se⸗ verin's vernommen. Er war in Gedanken mit ſeiner Reiſe beſchäftigt. Sein Sinnen und Trachten ging nur dahin; fort von Paris. Indeß erkannte er aus des Freundes Vorſtellungen doch ſo viel, daß dieſer keines⸗ wegs für den Ausflug nach Schottland geſtimmt war; auch Barthel's politiſcher Uebertritt zur Familie Or⸗ leans und die darin liegende ſeltene Inconſequenz wurde ihm klar; namentlich ärgerte ihn letztere, und er erklärte daher ziemlich unwirſch, daß er immerhin in Paris bleiben könne, indem man den Weg nach Schottland auch ohne ihn zu finden hoffe.

Severin beſaß ein zu gutes Herz, und war ſeinem Ottokar mit ſolcher Treue ergeben, als daß ihm bei des