Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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Köpfe, welche für das Ideal einer Republik geſchwärmt, und da dieſe nicht in's Leben getreten war, gegen die neu gegründete Ordnung in Oppoſition ſtanden.

Auch die Partei der Napoleonsfreunde, welche die Dynaſtie des großen Kaiſers auf den Thron Frank⸗ reichs zurück wünſchte, die namentlich in der Armee viele Anhänger fand, mußte als der Regierung Lud⸗ wig Philipp's feindlich geſinnt betrachtet werden. In⸗ deß wirkte die Perſönlichkeit der Familie Orleans ſo verſöhnend, daß eine offene in Gewaltthat ausartende Oppoſition von den Napoleoniſten nicht zu befürchten ſtand.

Selbſt Severin, welcher ſeinen Freunden als leiden⸗ ſchaftlicher Verehrer des Kaiſers bekannt war, und der unmittelbar nach dem Julikampfe den jungen König von Rom um jeden Preis auf den Thron bringen wollte, war von der Humanität Ludwig Philipp's, weil dieſer ein paar Worte gebrochenes Deutſch mit ihm ge⸗ ſprochen, ſo hingeriſſen, daß er Leib und Leben für die Orlean'sſche Dynaſtie darzubringen ſchwur.

Er befand ſich ebenfalls auf dem Balle und drängte ſich äußerſt vergnügt durch die dichtgedrängten Maſſen; denn er glaubte die Bemerkung gemacht zu haben, daß ihn die liebenswürdige Prinzeſſin Clementine huldvoll zugelächelt, was ihn in den dritten Himmel erhob und für die neue Dynaſtie unbeſchreiblich begeiſterte. Da konnte ihm Niemand ungelegener erſcheinen als Ottokar, der ihn plötzlich beim Arme faßte und in die Vertie⸗ fung eines Fenſters zog.

Mache Dich reiſefertig, ſprach dieſer,es iſt mir und dem Hauptmann endlich gelungen, meinen Bruder von Paris loszureißen und für einen Ausflug nach Schottland zu gewinnen. Alles iſt bereit, wir verlaſſen morgen die Hauptſtadt.