Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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von Deputirten und reichen Bankiers in buntem Ge⸗ miſch Platz genommen. Es war mehr ein Bürgerfeſt, denn ein Hoffeſt, und die anmuthigen Töchter Lud⸗ wig Philipp's erſchienen als die liebenswürdigſten Wirthinnen.

Alle Notabilitäten der Julirevolution befanden ſich anweſend, von Lafayette bis auf die Eleven der po⸗ lytechniſchen Schule, bis auf jenen kühnen Barricaden⸗ gewandten Ouvrier, der zuerſt mit kühner Hand die Tricolore auf die Notredamekirche gepflanzt hatte.

Verſchwunden war der Bann, der funfzehn Jahre lang auf den braven Veteranen der großen Armee ge⸗ ruht hatte. Ihre Narben, Erinnerungen an Abukir, Marengo, Auſterlitz, Jena, Eilau, Friedland, Wa⸗ gram, Moskau, Lützen, Bautzen, Dresden, Madrid, Saragoſſa, Toulouſe, Montmiraile, Monterau, Cham⸗ paubert und Ligny galten wieder als Ehrenzeichen. Die Helden durften wieder ungekränkt erzählen von ihren welterobernden Adlern, von ihrem kleinen Kor⸗ poral, von dem Fürſten von der Moskwa, von Lava⸗ lette und Labadoyere, und der RufVive l'empereur! war wieder geheiligt im ſchönen Frankreich.

Kampfluſtig blickte die goldne Jugend Frankreichs nach den Gegenden hin, wo der alte Rhein die grü⸗ nen Wellen treibt. Noch wußte man nicht, ob die Cabinete des Norden einen dritten Kreuzzug gegen die Unabhängigkeit des Vaterlandes unternehmen würden; ob man die mit Blut erkaufte dreifarbige Fahne, jenes Panier der neuen Zeit, zum drittenmale ächten werde; ob man jene mit dem Haſſe der Nation beladene Fa⸗ milie zum drittenmale mit Gewalt der Bajonnete auf den Thron der Tuilerien zurückführen werde. Die ge⸗ ſammte Jugend des Reichs wünſchte ein ſolches Ein⸗ ſchreiten, ſie war weit entfernt, es zu fürchten. Trun⸗